Aktuelles zum Thema "Corona und Demenz"

 Corona und Demenz

Im Zuge der aktuellen Corona-Pandemie müssen wir alle mit persönlichen Einschränkungen umgehen und uns mit der sich ständig verändernden Lage auseinandersetzen. Familie und Freunde können nicht mehr besucht werden, Kontakt zu Mitmenschen erfolgt nur noch auf Abstand und viele der gewohnten Tagesabläufe geraten durcheinander. Besonders schwer trifft die momentane Situation jedoch auch Menschen mit Demenz und deren Angehörige, da Betroffene die Situation und die daraus resultierenden Beschränkungen aufgrund ihrer Erkrankung oftmals nicht nachvollziehen können. Die Auswirkungen sind dann umso gravierender. Besuche werden weniger, liebgewonnene Kontakte zu Mitmenschen finden nicht mehr statt und Personen, die einem vertraut sind, gehen auf Abstand.

Insbesondere die teils gravierenden Besuchseinschränkungen in stationären und teilstationären Einrichtungen sind für Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige nur schwer auszuhalten. Auch die häusliche Pflege wird durch Einschränkungen weiter erschwert: Teilweise verzichten Angehörige auf professionelle Unterstützung und übernehmen Pflege- und Unterstützungsaufgaben zum Großteil selbst. Für Menschen mit Demenz geht damit häufig auch ein Verlust ihrer gewohnten Routinen einher. Tipps und Anregungen für pflegende Angehörige stellt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz bereit.

Und doch: Die drastischen Einschnitte sind leider notwendig, um die Zahl der Corona-Neuerkrankungen weiter zu reduzieren. Aktuelle Informationen und Hinweise zu Regelungen für Besuche in stationären und teilstationären Einrichtungen sowie zur allgemeinen Lage finden Sie auf der Homepage des Hessisches Ministeriums für Soziales und Integration sowie Beschlüsse der Landesregierung auf www.hessen.de. Zur Lage in Hessen informiert das  Hessische Ministerium für Soziales und Integration in mehreren Sprachen. Zudem gibt es  eine hessenweite Hotline unter der Telefonnummer: 0800-5554666, die täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr erreichbar ist.

Trotz der momentanen Ausnahmesituation stehen Ihnen viele Anlaufstellen für Beratung und Unterstützung weiterhin telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Auch viele der Beratungsangebote, die im Demenzatlas Hessen verzeichnet sind, sind weiterhin auf dem einen oder anderen Weg für Sie erreichbar.
Kontaktieren Sie einfach die auf der Angebotsseite angegebene Ansprechperson oder besuchen Sie den Internetauftritt des jeweiligen Angebots.

Weitere Informationen zum Thema Corona und Demenz sowie hilfreiche Tipps vor allem für pflegende Angehörige finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Alzheimergesellschaft e. V. . Auch das Alzheimer Telefon ist weiterhin unter: 030-259379514 für Sie erreichbar.

 

Das Projektteam des Demenzatlas Hessen wünscht Ihnen alles Gute, Durchhaltevermögen und natürlich viel Gesundheit für Sie und Ihre Liebsten!